haufen

AKTUELLES

SANTAKRAFT

Wann: 16./ 17./ 18. Dezember 2022  Wo: theaterforum Kreuzberg, Eisenbahnstraße 21, 10997 Berlin

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KRITIKEN

04.10.2021. „Zwischen Wirklichkeit und Traum oszilliert die neue, schräge Inszenierung von Jan Gugel. Das Publikum wird Zeuge einer science fiction Erzählung, die sich plakativ dreist an Großmeistern der Literatur wie Lem und Goethe bedient und sich selbst in ihrem eigenen Verlauf torpediert. Ein poetisch-punkiger Abend zwischen Spahnholz, Flausch und Videotechnik, der die Frage nach der Relevanz aufgibt, sie dadurch erst richtig stellt, dadurch aufgibt und dadurch richtig stellt, sie dadurch wieder aufgibt und dadurch eigentlich erst so richtig stellt. Was jetzt? Ach ja: Die Frage nach derRelevanz, die völlig irrelevant ist. Sich selbst perpetuiert. Die Revolution frisst ihre Kinder und hat dadurch Kraft, endlich so richtig loszulegen. Gelebte Dialektik im Herzen von Schöneberg. Das Bier in der Pause ist klein, mäßig kühl, kostet zwei Euro. Trinkgeld wird nicht erwartet, Rückgeld bekommt man manchmal nur auf Nachfrage. Panta rhei.“
– toxische_pommes, twitter

23.03.2022. „haufen liefert das, was Berlin jetzt (!) braucht. Avantgardistisches, saukomisches, radikales Spaßtheater mit simpler message, die mitten in dein Herz trifft. Mitten in dein Herz, Baby.“
- Dr. Kuhn, Zeitschrift für Disability Studies

07.08.2022. „Alle hypen den Haufen. Warum?“
- Hayiti, im Interview mit rap.de

17.02.2019. „Also diese Frage ist an sich reine Zeitverschwendung, aber dafür sind wir ja hier. (lacht) Sie müssen das so sehen: der Haufen macht das, was der Haufen da eben macht. Ich würde das jetzt nicht überinterpretieren. Also eine Doktorarbeit sollten Sie da nicht drüber schreiben. Die sind jung, die brauchen kein Geld, denen sind Tabus egal. Da kriegt jeder eins auf den Deckel. Der solidarische humorbefreite junge Vater aus dem Prenzlberg genauso wie der Aluhut. Ist doch gut. Endlich mal wieder was los in Berlin.“
– Harald Schmidt, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung

29.11.2020. „Das, was hier als „Theater“ verkauft wird, ist ein Abgesang auf alles. Bei Lahmaloa Laguna fragt man sich ernsthaft, ob es irgendein Konzept gibt, auf dem das „Stück“ basiert. Wahrscheinlicher ist: junge und zu heteronorm-schöne „Theaterschaffende“ haben auf LSD einen Förderantrag gestellt, waren dann völlig überfordert mit der Bewilligung der Gelder, haben sich einen Haufen Sand, eine Nebelmaschine und eine Kamera gekauft, sich eine völlig unsinnige, den Zeitgeist ignorierende „story“ überlegt, zu Castorf gebetet, wurden nicht erhört und haben „einfach mal losgelegt“. Helene Weigel würde sich ob der Verschwendung von Zeit, Geld und Hoffnungspotential im Grab umdrehen. Der Abend ist geprägt von neoliberalistischer, selbstreferentieller Verzweiflung, der durch eine schier endlose Anhäufung von Anglizismen und Flachwitzen zu entkommen versucht wird. Fazit: Der Vorhang zu und alle Fragen offen. Bedauerlicherweise jedoch nicht im Brecht’schen Sinn.“
– Peter Angerer, nachtkritik.de

9.12.2020. „Das ist Theater, wo, bei dem man so richtig. Und zwar endlich mal wieder. Das davor, also bevor es den haufen gab, das war ja irgendwie alles. Oder nicht?“
– Felicia Zeller, in Freunde, das Leben geht weiter.

10.10.2019. „Die vier Akteure bewegen sich auf der Bühne wie Fische im Wasser. Während Jasmin Loreen
Besemer als Rachel mit beeindruckendem Körpereinsatz und starkem emotionalen Spiel mit der
Einsamkeit kämpft und das Publikum mitnimmt auf ihre ganz persönliche Reise, verwandeln ihre
Kollegen sich in immer neue Figuren, die ähnlich schräg und liebenswürdig sind wie die Wesen bei
Alice im Wunderland von Lewis Caroll. Leonie Wild tritt u.a. als Max (Mäks) auf und gibt überzeugend und nicht ohne ein Augenzwinkern den jungen Verliebten. Jona Hansen kann seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen und überzeugt u.a. als metamorphe Kugel – eine Rolle, die zum Nachdenken anregt. Jan Kugel holt sich bereits mit seinem ersten Auftritt, in dem realistisches Spiel mit absurdem Kostüm kombiniert wird, Lacher im Publikum ab. Ein gelungener Theaterabend, der daran erinnert, dass Lachen auch – oder vielleicht gerade? – in Zeiten von Krisen wichtig ist.“
- Pitt Graf, Herner Stadtanzeiger